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Gemeinde Munderfing
Dorfplatz 1 | 5222 Munderfing | +43-7744-6255 | gemeinde@munderfing.ooe.gv.at | www.munderfing.at
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Bürgerbeteiligung

Vielfältige Möglichkeiten das eigene unmittelbare Umfeld aktiv mitzugestalten und Zukunfts-Entscheidungen mit zu beeinflussen sind eine wichtige Motivation, eine bestimmte Gemeinde als Lebensmittelpunkt zu wählen bzw. beizubehalten. Diese Möglichkeiten weiter auszubauen, ist ein zentrales Thema der Munderfinger Zukunftsentwicklung. Diese wichtigen Zukunfts-Faktoren sollen in Munderfing nicht isoliert behandelt werden. Sie beeinflussen einander auf vielen Ebenen.

Munderfinger Bürgerbeteiligungs-Modell

Der Gemeinderat der Gemeinde Munderfing hat in seinem 2015 beschlossenem „Zukunftsprofil“ eine dauerhafte Etablierung lebendiger Bürgerbeteiligung festgelegt. Für neue Formen der Entscheidungsfindung sollte ein neues Modell entwickelt werden, mit welchem eine anhaltende Verankerung einer nachhaltigen Entscheidungsmethodik (Systemisches Konsensieren) im Gemeinderat, sowie bei weiteren Akteuren in der Gemeinde – Schulen, Unternehmen, Bevölkerung etc. erreicht werden. Mit dieser Aufgabe wurde vom Gemeinderat die Firma Business Konsens aus Graz beauftragt, welche in mehreren Modulen über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren mit der eingerichteten Arbeitsgruppe „Entscheidungsfindung“ die Grundlage bzw. Regeln für die Anwendung von „Systemischen Konsensieren“ erarbeitete. Am Ende des doch langen Entwicklungsprozesses steht ein klares, einfach umsetzbares Konzept für den Einsatz von „Systemischen Konsensieren“ zur Entscheidungsfindung in der Gemeinde Munderfing (siehe Anhang: Munderfinger Bürgerbeteiligungsmodell – Abschlussbericht).

„Systemisches Konsensieren“ schafft die Voraussetzung für eine neue politische Kultur des kooperativen Miteinanders, dass kollektive Intelligenz aktiviert wird. Das WIR Gefühl der Gemeindevertreter und der BürgerInnen wird gestärkt, Individualität und Vielfalt werden als Ressource für ein gelungenes Miteinander genutzt. Diese neue Form der Entscheidungsfindung kann die Gemeinde Munderfing bei ihrer Entwicklung hin zu einem lebenswerten, konfliktfähigen Gemeinschaftsleben unterstützen.
Munderfing kann mit diesem Referenzmodell einer modernen, effektiven politischen Entscheidungsfindung den Vorsprung als innovative Gemeinde weiter ausbauen.
Vom Land OÖ wurde dieser Prozesse im Rahmen eines Innovativen Agenda 21 Modellprojekts mit großem Interesse verfolgt und auch finanziell unterstützt.

Anwendung „Systemisches Konsensieren“ zur Entscheidungsfindung in Munderfing:

Wie kann ein/e Munderfinger Bürger / Bürgerin die Anwendung von „Systemischen Konsensieren“ in Munderfing beantragen?
Bürger und Bürgerinnen mit Anliegen und Veränderungsideen müssen zwei aktive Gemeinderäte für ihr Thema gewinnen, damit diese die Arbeitsgruppe Entscheidungsfindung einberufen. Dabei ist keine Mehrheit erforderlich. Auch die Parteizugehörigkeit spielt keine Rolle. Wenn also zwei Gemeinderäte der Meinung sind, dass dieses Anliegen für Bürgerbeteiligung geeignet und der Aufwand der Arbeitsgruppe Entscheidungsfindung gerechtfertigt ist, so wird die Arbeitsgruppe einberufen. Diese beschließt das Vorgehen für das Anliegen, wie im Modell dargestellt.

Bürger und Bürgerinnen können Anliegen mündlich oder schriftlich an Gemeinderäte herantragen. Für eine Anonyme Themeneinbringung wird es einen Ideen/Anliegenkasten (am Gemeindeamt) geben. Es ist auch möglich Unterschriftenlisten Gemeinderäten direkt zu übergeben oder in den Ideen/Anliegenkasten einzuwerfen. Dieser wird von der Amtsleitung gesichtet und das oder die Anliegen für den Gemeinderat aufbereitet. In der Gemeinderatsitzung gibt es einen fixen neuen Agendapunkt: Bürgerbeteiligungsthemen, wo beschlossen wird, ob ein Thema einem Ausschuss zur Bearbeitung zugeordnet wird, ob es im Gemeinderat direkt beschlossen werden kann, abgelehnt wird oder ob es zwei Gemeinderäte gibt, die für eine Entscheidung mittels Konsensieren eintreten und die Angelegenheit an die Arbeitsgruppe Entscheidungsfindung für die Einleitung eines Konsensierungsprozesses weiterleiten.

Zuständigkeit und Kontakt

Rebekka Krieger

Rebekka Krieger

Amtsleitung, Verwaltung