Gemeinde Munderfing
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Schulwegsicherung

Zu Fuß zur Schule – immer mehr Kinder machen mit

Verschiedene Aktionen haben bereits dazu beigetragen, dass die Kinder vermehrt zu Fuß in die Schule kommen und nicht mehr so viel mit dem Elterntaxi chauffiert werden. Wir möchten diese positive Entwicklung auch weiterhin kindgerecht vorantreiben und nachhaltig verankern.

Vor der Volksschule häufen sich Eltern-Taxis, um die Sprösslinge ein- oder aussteigen zu lassen. Gut gemeint – doch bedenken Eltern nicht, dass ihr Nachwuchs auf gesunde und lustige Bewegung verzichtet. Darüber hinaus gefährdet das starke Verkehrsaufkommen vor der Schule besonders am Morgen die Volksschüler. Ein gemeinsamer Weg in die Volksschule zu Fuß statt der Autofahrt mit Papa oder Mama bringt neben Fitness auch Spaß mit Freundinnen und Freunden. Bessere Lernleistungen und mehr Ausgeglichenheit sind ein weiterer Vorteil für unsere Kinder.

Gemeinsam mit der Mobilitätsbeauftragten der Gemeinde Munderfing Katharina Fröhlich, dem Mobilitätsberater Dr. Gerald Lutz vom Klimabündnis OÖ, den Klassenelternvertreter/-innen und dem Elternverein erarbeitete ein Lehrerinnenteam der VS Munderfing das Mobilitätsprojekt „Elternhaltestellen“.

 

ELTERNHALTESTELLEN

Von den Schüler/innen wurde in einem Malwettbewerb der Drache MUFI als Logo entworfen und ein Mobilitätsleitbild wurde erstellt. Außerdem wurden Maßnahmen überlegt, um die Autos aus dem Schulgelände zu bringen und vier Elternhaltestellen definiert, von denen die Schüler/-innen das letzte Stück zur Schule zu Fuß gehen sollen.

 

SCHULWEGBEGLEITUNG

Auch Schulwegbegleitung für Schulanfänger war der Wunsch einiger Eltern. Ältere Schüler/-innen (genannt „Drachenritter“), die im Ortsgebiet wohnen und denselben Schulweg haben, sollten die „Schulneulinge“ auf ihrem Schulweg begleiten und beschützen. Sie sollen für die „Kleinen“ Vorbilder im Straßenverkehr sein. Auch Schulanfänger, die mit dem Schulbus fahren, können einen Drachenritter haben, der auf sie aufpasst.

 

SCHÜLERLOTSEN UND SCHULWEG

Der Schülerlotsendienst direkt vor der Volksschule wird vom Elternverein organisiert. Zusätzlich werden Eigenständigkeit und Verkehrstüchtigkeit durch gezielte Schulung der Kinder erhöht.

In Munderfing wurde neben dem Lotsendienst ein Schulwegplan vom KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) ausgearbeitet, welcher u.a. Stellen aufzeigt, an denen die Volksschulkinder besonders achtsam sein müssen.

 

INFOS ZUM SCHULWEGPLAN

Liebe Eltern!

Der Schulweg stellt in Bezug auf die Sicherheit ein besonderes Problemfeld dar. Gerade für Erstklassler bedeutet dieser nicht nur einen Schritt in eine neue Welt, sondern auch die erstmalige Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Straßenverkehrs. Er soll Ihnen Hinweise geben, welche Wege zur Schule geeignet sind, wo es weitgehend empfehlenswerte Überquerungsstellen gibt und wo Kinder besonders vorsichtig sein müssen. Basis dieses Plans sind die von den Eltern der Volksschule Munderfing genannten Problembereiche im Schulumfeld, welche zusätzlich der Gemeinde zur Prüfung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen dienen sollen.

AUVA-Schulwegtipps
Bauliche und verkehrsregelnde Maßnahmen machen Schulwege sicherer! Aber auch Sie als Eltern sind gefordert: Durch konsequentes Verkehrstraining können Sie viel für die Sicherheit Ihres Kindes am
Schulweg beitragen.

Schulweg sicher üben!
Gehen Sie mit Ihrem Kind den Schulweg ab und erklären Sie ihm, warum es wo gefährlich ist und worauf es als Fußgänger achten muss. Üben Sie problematische Stellen (siehe Schulwegplan) besonders
gut. Beim nächsten Mal lassen Sie sich bereits von Ihrem Kind führen, das dabei über sein Verhalten spricht. So können Sie feststellen, ob es alles richtig verstanden hat und eventuell korrigierend  eingreifen.

Der erste Alleingang!
Jedes Kind ist anders, jeder Schulweg ist anders. Deswegen gibt es auch keine fixe Altersangabe, wann man ein Kind alleine gehen lassen kann. Eine Faustregel gibt es auf alle Fälle: Üben Sie mit Ihrem Kind und begleiten Sie es solange, bis Sie sicher sind, dass es zuverlässig alleine zurechtkommt.
Bitte besprechen und üben Sie den Schulweg mit Ihrem Kind mit Hilfe dieses Plans.

Sehen und gesehen werden
Wichtig ist der Blickkontakt zwischen Kind und Kfz-Lenker: Letzterer kann nur stehen bleiben, wenn er das Kind auch tatsächlich gesehen hat; ein Kind kann nur sicher queren, wenn es rechtzeitig erkennen
kann, dass die Straße frei ist oder der Fahrzeuglenker angehalten hat. Deshalb sind Überquerungen bei unübersichtlichen Stellen, wie z.B. zwischen parkenden Autos und bei Sträuchern, vor Kurven und
Kuppen für Kinder tabu.

Die Kür: Überqueren einer Fahrbahn Möglichst einen sicheren Übergang suchen, selbst wenn ein Umweg eingeplant werden muss. Optimal sind Ampelanlagen, Sicherung durch Schulwegdienste, Mittelinseln, Fahrbahnerhöhungen, Gehsteigvorziehungen, Zebrastreifen nur einige Maßnahmen, welche die Fahrbahnquerung für Kinder erleichtern. Falls keine Querungshilfen vorhanden sind, gilt: Eine
Querungsstelle wählen, die gute Sicht auf die Fahrbahn bietet (siehe oben), immer am Gehsteigrand stehen bleiben. Erst gehen, wenn die Straße frei ist oder alle Autos aus beiden Richtungen angehalten
haben.