Verkehrskonzept - Analyse

Verkehrskonzept für die Gemeinde Munderfing
Verkehrskonzept für die Gemeinde Munderfing

Nach Durchführung der notwendigen Recherchen und Aufbereitung der Anliegen, wurde im Juli die zu lösende Problemlage vorgestellt.

 

Die Ziele für den zu erstellenden Verkehrsentwicklungsplan wurden gesammelt, die BürgerInnen stützen im Wesentlichen die vereinbarten Ziele laut Angebot und regen zusätzlich die Berücksichtigung einiger wichtiger Punkte an, dabei wird insbesondere an Verbesserungen im Umweltverbund gedacht.

Munderfing ist Infrastrukturmittelpunkt für die eigenen Bürger/innen, steht aber im harten Wettbewerb mit der Agglomeration Mattighofen / Schalchen im Norden mit aktuell 10.000 Einwohnern.

Die Verteilung der MunderfingerInnen über das Ortsgebiet zeigt genau diese Abhängigkeit:  Nördlich des Munderfinger Zentrums zwischen Munderfing Mitte und Mattighofen leben über 1,5-mal soviele Menschen wie südlich davon.

Bis 2037 wird mit einer Bevölkerungszunahme um rund 10 % (auf 3.320 Personen) gerechnet, da gleichzeitig auch ein Anwachsen des Motorisierungsgrads von 562 PKW pro 1.000 Einwohner heute, auf 621 PKW pro 1.000 Einwohner angenommen wird, resultiert daraus eine Zunahme des PKW-Bestands um 23 % auf dann rund 2.100 PKW.

Die Zunahme im überörtlichen Verkehr wird noch deutlich stärker ausfallen und besonders auf der Umfahrung spürbar sein.

Die Untersuchung des ruhenden Verkehrs zeigt, dass im Bereich Gemeindeamt / Raiffeisenbank keine zusätzlichen Parkplätze geschaffen werden müssen. Sehr wohl aber im Bereich Hauptbahnhof / Sparmarkt. Der Bedarf an Kurzparkplätzen übersteigt das heutige Angebot deutlich.

Die Untersuchung des fließenden Verkehrs zeigt wiederum die deutliche Ausrichtung des Gemeindegebietes auf Mattighofen, zwischen dem Industriegebiet Nord und Mattighofen besteht die mit deutlichem Abstand stärkste Verkehrsbeziehung.

Die Umfahrung wird das Ortsgebiet in der vom Land OÖ vorausgesagten Größenordnung entlasten, der maximale Restverkehr im Ortskern wird bis 2037 keine 4.000 KFZ/24 h erreichen, der Verkehrsraum kann dementsprechend angepasst werden. Die Untersuchung einzelner Querschnitte zeigt, dass noch Anpassungen ratsam sind.

Die Untersuchung des bestehenden öffentlichen Busverkehrs zeigt, dass er als Ersatz für ein innerörtliches Verkehrsmittel nicht geeignet ist. Die Bedienungshäufigkeit ist unregelmäßig und willkürlich und unterschreitet südlich des Zentrums die allgemein als Mindeststandard betrachtete Bedienhäufigkeit von 5 mal täglich.

Die Verteilung der Haltestellen über das Ortsgebiet  deckt die größten Siedlungen und einen großen Teil der Bevölkerung ab, auffällig ist, dass der größte Industriebetrieb (KTM im Industriegebiet Nord) über keine Haltestelle verfügt. Durch das Auflassen von einigen Bahnübergängen kommt es zu Unterversorgungen östlich der Bahnstrecke.

Die Bedienung des Bahnhofes Munderfing zeigt annähernd einen Stundentakt und kann durchaus als attraktiv betrachtet werden, der Fahrplanwechsel mit Dezember 2018 dürfte hier noch Verbesserungen bringen.

Das gesamte Gemeindegebiet eignet sich sowohl von der Topografie her wie auch von der Bevölkerungsverteilung her für die Installierung eines flächendeckenden Radverkehrssystems. Auch ist festzustellen, dass der Umfahrungsbogen großzügig mit Unter- und Überführungen ausgestattet wurde, so dass die Trennwirkung für den Umweltverbund erträglich sein wird. Die in den Bürgerversammlungen geäußerte Idee nach Errichtung eines Schwemmbachtalschnellradweges beginnend in Lochen bis Mattighofen wird möglich sein.

DI Joachim Kleiner /
Verkehrsplaner GmbH

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